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Clever & Smart Comicalben erscheinen in Deutschland seit 1972 im
ConPart-Verlag (ehemals Condor Verlag). Sechs mal im Jahr als Deutsche
Erstveröffentlichung oder als Neuauflage bereits erschienener Alben (Classic-Hit).
Die 2. Auflage und 3. Auflage (Golden Comic-Gags), die in der Vergangenheit
6 bzw. 3 mal im
Jahr erschienen, wurden inzwischen endgültig eingestellt. Seit 2001 werden Nachdrucke früherer Alben als "Classic Hit" unter neuem Titel in die Serie der Erstauflagen integriert. Alle 8 Wochen erschienen früher auch die "Clever & Smart"-Taschenbücher. Außerdem gab und gibt es verschiedene Sammelalben, in denen zwei oder drei Alben aus der laufenden Serie zusammengefasst wurden. Die Sammelalben erschienen unter den Bezeichnungen "Extra Clever & Smart", "Super Clever & Smart" und "Clever & Smart Jumbo-Spass". |
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Anfang der 80er Jahre veröffentlichte der CondorVerlag monatlich auch eine Reihe von Rätselmagazinen unter dem Namen "Rate fix mit Clever & Smart". Neben Kreuzworträtseln und Basteltipps enthielten die Hefte auch kurze Comicgeschichten von Clever und Smart.
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Original &
Fälschung...?
Eifrigen Clever & Smart-Lesern ist es sicher schon aufgefallen: Nicht alle Comicalben sind von Meister Ibanez gezeichnet worden. (Ein Schicksal, das auch u.a. "Tom Tiger + Co" ereilte) Viele Alben zwischen Ausgabe # 70 und # 90 wurden von verschieden Zeichnern gefertigt. Teilweise waren es sehr gelungene "Fälschungen", zum Teil waren aber auch ein paar recht üble Plagiate dabei. Das links abgebildete Album # 84 ist ein Paradebeispiel dafür. In diesem Heft sind extrem viele nachgemalte Zeichnungen enthalten, die Ibanez in früheren Comics verwendete. Ein Beweis dafür, wie schwer es ist den einmaligen Stil des Meisters zu kopieren. Zu erkennen sind die Nachahmungen nicht nur an den schwächern Zeichnungen und den weniger einfallsreichen Storys. Letzte Zweifel behebt ein Blick in unsere Albenliste. Dort befindet sich bei den betreffenden Alben der Vermerk: "Nicht von F.Ibanez". Einige Alben bestehen aus Zusammenstellungen von Kurzgeschichten, die z.T. von verschiedenen Zeichnern stammen. Zeichnete Ibanez mindestens eine dieser Geschichten zählen wir das Heft hier als Original. Die Hintergründe: Warum Ibanez zeitweise das Feld anderen überlies, kann leider nur vermutet werden. Es gibt Theorien, dass sich Ibanez damals von seinem Verleger trennte und zu einem anderen Verlag wechselte, in dessen Auftrag er "Die Trixer" und die "Kputt A.G." erschuf. Ob er sich selbst eine Auszeit von Clever & Smart nahm, um frei für diese neuen Projekte zu sein, oder ob es rechtliche Probleme gab ist bisher nicht bekannt. Anhaltspunkte gibt das Album # 118 - es enthält quasi eine Biographie von F.Ibanez.
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Zu Sexy für Clever &
Smart...?
Nachdem sich Ibanez gegen Ende der 80er Jahre wieder mit neuen Clever & Smart-Geschichten zurückgemeldet hatte, stellte er dem eingespielten Team der T.I.A. ein weiteres Mitglied zur Seite: Die höchst attraktive Fräulein Tussy, Sekretärin im Vorzimmer von Mister L. Ihren ersten Auftritt hatte sie im Album # 86 und wurde seitdem von Fred Clever umgarnt. Leider war sie deswegen auch öfters indirekt dafür verantwortlich, dass der verknallte Fred nicht immer seiner Arbeit nachging... Laut einer spanischen Fanpage gab es wohl zu jener Zeit Diskussionen um die Sexualität von Clever & Smart (Wohl in der Art, wie wir sie von "Ernie & Bert" aus der Sesamstraße kennen). Mit Frl. Tussy stellte Ibanez klar: Clever und Smart sind nicht homosexuell! Ihre Karriere bei der T.I.A. dauerte allerdings nicht besonders lang. Zwar war sie noch bis Album # 110 zu sehen, ihre Auftritte wurden aber immer spärlicher. Woran lag's? War die gutgebaute Frl. Tussy zu aufreizend für die Serie? War sie nur eine Quotenfrau? Oder hatte sie einfach nicht das Humorpotential einer Frl. Ophelia? Genaue Gründe, warum die hübsche Tussy gefeuert wurde sind leider nicht bekannt. Fest steht aber, dass die Serie auch ohne sie immer noch bestens funktioniert... In Spanien hörte Frl. Tussy auf den schönen Namen Irma.
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Wie sich Clever & Smart mit der Deutschen Regierung anlegten... Das Clever & Smart-Album Nr. 116 "Er ist fies und klein - und soooo gemein!" sorgte für einigen Wirbel bei der Bundesregierung. Zur Story: Der neue Vize-Direktor der T.I.A., der eine unübersehbare Ähnlichkeit mit einem gewissen Adolf H. hat, regiert im Büro von Mr.L mit eiserner Hand. Leidtragende der neuen Befehlsgewalt sind vor allem ausländische und andersgläubige Angestellte der T.I.A., die nun unter menschenunwürdigen Bedingungen arbeiten müssen. Werden Clever & Smart es schaffen den fiesen Vize wieder loszuwerden? Hier nun ein Auszug aus einer öffentlichen Stellungnahme des Condor Verlags, die in Heft Nr. 119 abgedruckt wurde: ... Stellt euch vor, da ruft uns doch ein Herr Ministerialdirektor aus Bonn an und beschwert sich über das Titelbild. Rassistisch sei das, sagt er. Ja, hat er denn nicht den Inhalt angeguckt? Oder wenigstens das, was auf dem Cover stand: "Clever und Smart stoppen den Tyrannen"... ...Ja, Satire ist manchmal eben ein bisschen schwer zu verstehen. Da muss man selbst schon Witz und Humor haben, da darf man nicht stur geradeaus denken, da muss man auch schon mal unter die Oberfläche gucken - hintergründig und spitzfindig ist Satire nämlich. ... |
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Reim dich oder ich fress dich! Die sich reimenden Comic-Titel sind im Laufe der Zeit eine Art Markenzeichen für die eingedeutschten Clever & Smart-Comics geworden. Der erste Reim als Titel wurde in Album # 17 präsentiert. Ab Album # 33 wurde diese Tradition durchgehend bis zum heutigen Tag beibehalten. Im spanischen Original sind die Titel allerdings etwas subtiler ausgefallen und nicht ganz so verworren wie manche der hiesigen Titel, die oftmals nicht mehr viel über den zu erwartenden Inhalt des Heftes aussagen. Ein Beispiel: Die unten abgebildete # 176 "Voll der Schocker - da sind alle Schrauben locker!" heißt im Original schlicht "Los Monstruos". (Dt. = Die Monster).
Der Siegeszug der Reime machte auch vor den anderen Ibanez-Comics nicht halt. Auch "Tom Tiger", "Die Trixer" und die "Kaputt A.G." reimten sich von Album zu Album. |
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Nicht alles ist von F. Ibanez! Der ConPart-Verlag hatte sich scheinbar darauf spezialisiert Comics aus Spanien für den Deutschen Markt aufzubereiten, wie z.B. die Comic-Serie "Super Meier" (im Original "Super-Lopez"). Ein weiter Spanien-Import waren die "Chaos-Kids" von dem Spanier "Ramon Maria Casanyes". Auf den ersten Blick könnte man meinen, auch diese Comicserie sei aus der Feder von F.Ibanez. Dass der Zeichenstil dieser Comics von Ibanez inspiriert wurde, ist stark untertrieben: Die Abenteuer von Ronny und Alf sehen denen von Clever & Smart zum verwechseln ähnlich und der ConPart-Verlag versäumte auch nicht diese Serie als neuestes Produkt aus der "Clever & Smart Redaktion" zu bewerben. Wie wir inzwischen wissen, stammen viele der "gefälschten" Clever & Smart-Alben von dem Autor der "Chaos-Kids". Soweit bekannt fiel für Ronny und Alf aber bereits nach 4 deutschen Ausgaben der Vorhang. Im Original hießen sie "Paco Tecla y Lafayette". Lesen Sie hier den Skandalcomic von Casanyes! |
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